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Der Hafen

Als Ort zur Verschiffung des Salzes entstanden, ist der Kanalhafen von Cervia heute einer der am besten ausgestatteten Touristenhäfen der romagnolischen Riviera.

Der Hafen entwickelt sich um einen künstlichen Kanal herum, der Kanal der Salinen, welcher einst zwei Funktionen hatte: er verband die Salinen mit dem Meer und sicherte deren Produktionslinie und er wurde zum Einschiffen und Exportieren des produzierten Salzes auf dem Seeweg verwendet.

Der Hafen diente daher hauptsächlich zur Verschiffung des Salzes: Cervia war ein Kreuzpunkt zwischen dem Handel auf dem Landweg und dem Seeweg.

Bis zur ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts erforderten die externen Bedingungen des Hafens eine ständige Instandhaltung.

Einige vor kurzem gefundene Zeichnungen zeigen, dass der Turm San Michele und das anliegende Lager am Meeresufer gebaut waren; im Lauf der letzten dreihundert Jahre ist die Küste um etwa einen Kilometer vorgedrungen. Diesem Phänomen wirkte man entgegen, indem man einfach die Kais verlängerte, wobei Pinienstämme verwendet wurden, die die so genannten “Palate” (Pfahlwerke) bildeten.

In kurzer Zeit wurde der Kanal zu einem festen Anlegeplatz der Fischer von Chioggia und Goro, welche schon im 19.Jahrhundert eine von der Gemeinde Cervias getrennte Siedlung gründeten: Borgo Marina hatte ein eigenes Handelsleben, Weinschenken, Geschäfte und eine andere Seefahrtskultur als jene der Salinen.

Das Gebiet der Fischer blieb nicht lange von der Entwicklung des Tourismus unberührt, welcher sich längs der Ufer ausbreitete und zum Entstehen des touristischen Hafenbeckens führte. Mit dem 20. Jahrhundert begann auch das Interesse für die Freizeitschifffahrt.

Seit 1445 veranstaltet man in Cervia die Hochzeit des Meeres, “Sposalizio del Mare”. Die Legende erzählt, dass der Brauch mit einem Geschehnis verbunden ist. Dies ereignete sich, als Pietro Barbo, Bischof von Cervia, auf seiner Rückfahrt von Venedig mitten auf dem Meer von einem Sturm überrascht wurde. Um das Gewässer zu besänftigen,  warf er seinen Bischofsring in das Meer, wodurch er sich und die Schiffsmannschaft rettete. Seitdem wird jedes Jahr an Christi Himmelfahrt die Segnung des Wassers und die “Hochzeit mit dem Meer” wiederholt: der Bischof wirft den Trauring in das offene Meer und eine Gruppe von Jugendlichen aus Cervia versucht diesen wieder aus dem Wasser zu fischen. Den Ring wiederzufinden gilt als gutes Vorzeichen und stellt Glück und Wohlstand in Aussicht.


Wo: Via Nazario Sauro

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